4. Dezember 2009
Einzellösungen im Bereich Schneidstofftechnologie sind gerade in schwierigen Zeiten nicht gefragt. Ingenieure suchen daher intensiv nach neuen Wegen, um Wendeschneidplatten zu optimieren. Eine der gegenwärtig interessantesten Neuerungen besteht darin, Synergien aus innovativen Spanbrecher-Geometrien, Hartmetall-Substraten und Beschichtungen nutzbar zu machen.
In der täglichen Produktion auf Werkzeugmaschinen sind immer häufiger sehr komplexe Bauteile in Bearbeitung. Das führt zu erhöhter Nachfrage nach Werkzeugen, mit denen Hersteller trotz zunehmender Komplexität effizient fertigen können. Gleichzeitig wird vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Wirtschaftslage dem Lagermanagement hohes Gewicht beigemessen, um die Versorgung mit Werkzeugen so effektiv wie möglich zu gestalten. Das gilt besonders für kleinere Werkstätten, in denen zunehmend kleinchargige Aufträge mit häufigem Werkzeugwechsel für Frust sorgen. Unter solchen Umständen wird die Wahl der besten Bearbeitungstools für möglichst kurze Produktionszeiten zum harten Job. Daher ist es wichtig, Werkzeuge zu haben, auf die man sich in Bezug auf kosteneffizienten Einsatz verlassen kann. Moderne Werkzeuge müssen die Rüstzeiten verringern und wandlungsfähig genug sein, um gute Produktivitätslevel zu unterstützen. Fertiger können das erreichen, wenn sie gerade in schnell wechselnden Fertigungsumgebungen den Bestand an Schneidwerkzeugen durch den Einsatz von Mehrzweck-Tools reduzieren.
Mehrere Kernfunkionen des neuen MP-Spanbrechers wurden genau für die Anforderungen dieser neuen Mehrzweck-Trends entwickelt. So können beispielsweise während eines typischen Kopierdrehvorgangs Bedingungen wie Vorschub Schnitttiefe und Schnittgeschwindigkeit enorm variieren. Das kann zu einer Reihe von Problemen führen und die Effizienz verringern. Hinzu kommt, dass Spanbrecher innerhalb ihres direkten Betriebsbereichs sehr effektiv sind. Aber die Leistung fällt schnell ab, wenn sie außerhalb dieser Parameter gelangen, wie es typischerweise bei extremen Unterschieden in der Werkstück-Geometrie vorkommt. Doch solche Probleme, ebenso wie Spanverwicklungen oder ungleicher Schneidplattenverschleiß, können mit einem Mehrzweck-Brecher gelöst werden.
Spezielle Eigenschaften wie kleine wellenförmige Einwölbungen an den beiden Spanbrecher Spitzen verzögern den Verschleißprozess und garantieren die Spankontrolle auch wenn die Platte verschleißt. Eine breite frontale Spantasche erlaubt einen leichtgängigen Materialfluss, was insgesamt den Schnittwiderstand verringert. Das Zusammenspiel dieser Eigenschaften führt außerdem zu geringerer Reibung, was sich generell in niedrigeren Schneidtemperaturen auswirkt. Verminderte Hitzeentwicklung verbessert zudem die Abriebfestigkeit und trägt alles in allem zu einer deutlich gesteigerten Produktivität bei, da die Schneidplatten weniger oft gewechselt werden müssen. Die Zerspanungspräzision und -Genauigkeit am Werkstück wird ebenso erhöht, wenn niedrigere Schneidetemperaturen konstant gehalten werden. In Belastungstests hat die Analyse der Hitzeentwicklung in Spänen deutlich gezeigt, dass das gesamte Bearbeitungsgebiet von der besonderen Form des Spanbrechers profitiert. Parallel zu großen Fortschritten im Bereich moderner Beschichtungen kann auch gutes Design eines Spanbrechers dazu beitragen, das Kolkverschleißverhalten zu verbessern, indem die Summe der Hitzeentwicklung an der Schneidkante reduziert wird.
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